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Metzeler zur Fabrikatsbindung: Freigabenliste bei Motorradreifen beachten!

14.08.2007

Nicht zuletzt durch die Entscheidung verschiedener Motorradhersteller, bei neuen Modellen auf eine Fabrikatsbindung für Motorradreifen zu verzichten, ist das Thema Freigaben bei Motorradreifen wieder in der allgemeinen Diskussion. Als Beitrag zu dieser Diskussion hier der Standpunkt von Metzeler:
- Trotz der ständigen Weiterentwicklung der Motorradtechnik gilt nach wie vor, dass die Kombination aus Motorradfahrwerk und Reifen „passen“ muss, denn jedes Motorrad kann mit verschiedenen Reifentypen ein unterschiedliches Fahrverhalten zeigen.
- Um festzustellen, ob ein bestimmter Reifentyp mit einem speziellen Motorradmodell in allen Fahrsituationen und Geschwindigkeitsbereichen harmoniert, sind umfangreiche Tests durch professionelle Fahrer unabdingbar. Erst nach guten Ergebnissen bei den gefahrenen Tests wird von Metzeler eine Freigabe für die jeweilige Reifen-Motorrad-Kombination erstellt. Eine Freigabe stellt daher immer auch eine Empfehlung von Metzeler für die Motorradfahrer dar.
- Jeder Motorradfahrer ist für den verkehrssicheren Zustand seines Motorrads verantwortlich. Von der Bereifung darf keine Gefahr für den Fahrer und seine Umgebung ausgehen. Um diese Ansprüche zu erfüllen, reicht es nicht aus, lediglich auf den richtigen Luftdruck und die ausreichende Profiltiefe zu achten.
- Ein Reifen, der lediglich aufgrund seiner Dimension auf ein Motorrad passt, bietet nicht automatisch auch ein sicheres Fahrverhalten und Fahrspaß. Da Metzeler größten Wert auf die Sicherheit und Zufriedenheit seiner Kunden legt, empfehlen wir weiterhin allen Motorradfahrern, nur Reifen zu montieren, für die eine Freigabe  vom Motorradhersteller für den jeweiligen Motorradtyp vorliegt.

Metzeler wird auch in Zukunft sein umfangreiches Testprogramm weiterführen und im Falle positiver Testergebnisse, Freigaben für die Metzeler-Bereifungen auf den Motorrädern aller Hersteller veröffentlichen.
Metzeler empfiehlt nach wie vor, ausschließlich Reifen zu montieren, für die eine Freigabe von Metzeler oder vom Motorradhersteller für den entsprechenden Motorradtyp vorliegt. Nur bei freigegebenen Reifen hat ein Motorradfahrer die Gewissheit, dass er das Potenzial seines Bikes mit Spaß und Sicherheit nutzen kann, da diese Reifen-Motorrad-Kombinationen zuvor umfangreich von unserer Fahrversuchs-Abteilung getestet wurden und auch zukünftig getestet werden.

24/Juli/2007 

Die Reifenbindung für die aktuelle Palette der Motorräder des japanischen Herstellers Suzuki fällt weg.

Ab dem Modelljahrgang 2007 steht keine Reifenmarke mehr in den Fahrzeugpapieren. Rein rechtlich ist damit der Motorradfahrer bei der Wahl seiner Reifen frei - weder eine Polizeikontrolle noch die technische Überwachungsorganisation könnte demnach bei der Hauptuntersuchung Einwände erheben. Dennoch empfiehlt der Motorradhersteller den Kunden die Empfehlungen im Fahrerhandbuch zu berücksichtigen. "Außerdem gibt es auf dem Motorrad Aufkleber mit Marke und Typ, das heißt der Spezifikation, der für das Motorrad geprüften Reifen", erklärt Matthias Henes von Suzuki. Er empfiehlt den Fahrern auch, nur geprüfte Reifen zu montieren. Die Reifenindustrie prüft beispielsweise bei allen neuen Reifen die Zuordnung zum Fahrzeug und gibt Freigaben heraus. Daran sollten sich die Fahrer halten. Ansonsten können Fahrwerksunruhen die Folge sein.

Außer Suzuki verzichten auch Aprilia und Triumph auf Angaben zu Reifenbindung in den Zulassungsbescheinigungen und sprechen ebenfalls Empfehlungen aus.