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Motorradreifen unter extremer Belastung

09.06.2006

Der Motorradreifen ist enormen Kräften ausgesetzt, wenn 150 PS bei Vollgas auf den reinen Kraftschluss zwischen Reifen und Fahrbann angewiesen sind. Eine Verzahnung findet nur im Microbereich statt, Schlupf ist vorprogramiert.

Ähnlich wie beim Burnout dreht der Reifen bei 270 km/h pro Sekunde eineinhalb Umdrehungen durch und legt auf einer Fahrstrecke von 100 km ganze 104,5 km zurück. Also 4,5 Kilometer mehr als das antriebslose geschobene Vorderrad.

Ein anstrengender Job für Motorradreifen. Das Drehmoment steigt, gemessen an der Kurbelwelle mit jeder Übersetztung an. Von ursprünglichen 107 Newtonmeter an der Kurbelwelle stieg es auf 470 am Hinterrad im sechsten Gang. Und die erzeugen am Radaufstandspunkt die sogenannte Zugkraft, die in Verbindung mit dem Gewicht, Aerodynamik und Rollwiederstand die Fahrleistung ausmacht.

Bei der GSYZR1000 schieben satte 1450 Newton Ross und Reiter durch den Wind. Dabei beißt sich der Reifengummi durch die Radlast von rund 150 kg im Aspalt fest. Allerdings mit einer gewissen Einschränkung. Mit rund 4,5 % Schlupf bewegt sich der Hinterreifen bei Tempo 270 etwa 3,4 Meter in der Sekunde relativ zu Fahrbahn. Wie wir aus der Schule wissen erzeugt Reibung Wärme und bei schmutzigen Händen kleine schwarzen Würstchen. Nicht anders beim Reifen der bei einer Gummitemperatur von 100 Grad und einer Zentrifugalkraft von 270 Newon an jedem einzelnen Gürtelfaden am absoluten Grenzbereich angelangt ist.