Bridgestone hat erklärt, sich aus der Motocross-WM zurückziehen und möchte sich in der kommenden Saison auf die MotoGP konzentrieren. Der japanische Reifenhersteller war ein Jahrzehnt im Motocross-Sport engagiert, erst in der 500-, später auch in den 125- und 250-Kubikzentimeterklassen. In dieser Zeit hat Bridgestone drei Weltmeistertitel mit den KTM-Fahrern James Dobb (2001, 125-ccm-Klasse) und Joel Smets (2003, 500-ccm-Klasse) sowie Kawasaki-Fahrer Christophe Pourcel (2006, MX2-250-ccm-Klasse) für sich verbuchen können.
Nachdem bekannt geworden ist, dass Valentino Rossi im kommenden Jahr auch auf Bridgestone- und nicht mehr wie bisher auf Michelin-Reifen in der MotoGP starten wird, macht sich Michelin-Pilot Nicky Hayden nun offenbar Sorgen, dass ohne den italienischen Topfahrer als Entwicklungspartner die kommende Saison für den französischen Reifenhersteller noch schwieriger werden könnte als dieses Jahr. Das berichtet jedenfalls Adrivo Sportpresse.
BRIDGESTONE nutzt nicht nur im Zweiradsegment Erfahrungen aus dem Motorsport als Grundlage Serienprodukte kontinuierlich zu verbessern. Im Automobilsport versorgt Bridgestone seit vielen Jahren ein breites Anwendungsspektrum in den Basisportarten Rallye, Slalom- und Rundstreckenrennen mit hochperformanten Sportreifen, die sich weit von normalen Straßenreifen entfernt haben. Seit 1998 ist der POTENZA RE540 die Referenztype unter den Sportreifen und hat seit letztem Jahr im RE55 einen würdigen Nachfolger gefunden.
Dieses enorme Grippotenzial wäre selbstverständlich auch bei zahlreichen sportlichen Straßenfahrern gern gesehen, allerdings wollte die Konzernzentrale wegen der Einsatzrisiken von Sportreifen diese nicht grundsätzlich für den Straßeneinsatz freigeben.
Die Firma EWO-Motorsport mit Sitz in Kiel/Ostsee hat die exklusiven Rechte erhalten, eine nachträgliche ECE-Freigabe und den Vertrieb in Europa durchzuführen. Damit kann dieser reinrassige Rennreifen auch auf öffentlichen Straßen zum Einsatz gebracht werden. Allerdings wird nicht nur der hohe Preis im Vergleich zu einem normalen Straßenreifen, sondern auch schlechte Komforteigenschaften und geringere Laufleistung den Kauf für den "Normalo" unter den Autofahrern verhindern. Wer aber mit seinem Spaßmobil mehr Grip und höhere Performance sucht, sollte sich für eine Einsatzberatung an EWO-Motorsport wenden. Weitere Informationen gibt es unter
www.sportreifen.com