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Mehr Querschnitt - Umrüstung auf Pirelli-Motorradreifen in der Reifengröße 190/55 ZR 17

21.03.2010

Insbesondere sportliche Motorräder werden immer öfter ab Werk mit Reifen der Dimension 190/55 – 17 am Hinterrad ausgerüstet. Aus gutem Grund, denn die Kontur dieser Reifen bringt bei gleichem Grip zumeist ein Plus in Sachen Handling. Sportreifen-Spezialist Pirelli bietet Fahrern einer Reihe von Sportbikes der letzten Jahre mit ursprünglich 190/50er-Bereifung nun auch die Option auf diese Art von „Tuning“ – ganz einfach mit einer Reifenfreigabe für Pirelli-Supersportreifen.

Breite ist nicht alles: Nachdem bei Motorrädern der oberen Leistungskategorien in den letzten Jahren vor allem die Reifengröße 190/50 als Standardbereifung eingesetzt wurde, geht der Trend nun wieder zu einer „runderen“ Reifenkontur, sprich dem Querschnittsverhältnis 190/55. Der Vorteil ist in den meisten Fällen spürbar: Durch die größere Reifenhöhe kann die Gesamtkontur handlingfreundlicher gestaltet werden, ohne dabei auf Grip in Schräglage verzichten zu müssen. Zudem bietet die höhere Seitenwand des „55er“-Reifens ein Plus an Eigendämpfung und Komfort. Fahrer einer Reihe beliebter Supersportmotorräder, die bisher auf 190/50er-Reifen liefen – wie etwa die Suzuki GSX-R 1000 (K0-K8), die Honda Fireblade (SC 59) oder die Yamaha R1 (RN 19) – können ihrem Bike nun einfach mit einer Reifenfreigabe von Pirelli ein Performance-Plus verschaffen: Je nach Modell stehen die Reifentypen Diablo Corsa III, Diablo Rosso, Diablo Rosso Corsa und Diablo Supercorsa SP zur Verfügung.

Pirelli hat den Trend zur Dimension 190/55 schon frühzeitig erkannt und bietet aktuell mit den oben genannten Typen gleich vier Supersportreifen in dieser Größe an. Hiervon profitiert unter anderem die Firma Ducati, die ihr sportliches Spitzenmodell – die 1198/S/R – serienmäßig mit dem Diablo Supercorsa SP in 190/55ZR17 ausrüstet. Außerdem hat Pirelli speziell für die neue Power-Enduro Multistrada 1200 der italienischen Traditionsmarke eine Variante des Enduroreifens Scorpion Trail in dieser Dimension entwickelt. Auch hier macht dieses Format Sinn, immerhin wollen die 150 PS der aktuell leistungsstärksten Reiseenduro sicher auf die Straße gebracht werden.  

    Zusatzinfo Größenverhältnis: Bei der Dimensionsangabe bezeichnet die Zahl „hinter dem Schrägstrich“ – hier also die 55 – das Verhältnis der Reifenhöhe zu dessen Breite [190 mm]. ein 190/55er-Reifen ist also rund zehn Prozent höher als sein 190/50er Pendant. Dies gibt den Reifenentwicklern mehr Spielraum für eine „rundere“ Kontur des Reifens, was wiederum in erster Linie dem Einlenkverhalten zugute kommt. Die höhere Seitenwand der 190/55er-Reifen ergibt zudem Vorteile im Dämpfungsverhalten wie auch beim Komfort des Reifens. Da dieses größere Reifenformat auch den Abstand zur Hinterradschwinge verringert, kommen Freigaben für die Umrüstung nur bei solchen Motorrädern in Frage, bei denen auch mit dem 190/55er-Reifen der Abstand zur Schwinge ausreichend bleibt.